25.02.2026
PR vs. Digital? Wir haben für eine Woche getauscht
2 Team-Mitglieder im Interview
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Idee
Die Medienwelt unterliegt einem stetigen Wandel, wodurch sich auch das Berufsumfeld in der Marketing- und Kommunikationsbranche kontinuierlich verändert. Während der Begriff „Kommunikationsagentur“ vor 15 Jahren noch vorrangig mit klassischer Medienarbeit assoziiert wurde, decken ganzheitliche Kommunikationsagenturen heute weit mehr ab: Digital Marketing, Influencer Relations, SEA/SEO, Performance Marketing, Webdesign, Content Creation etc. Auch das Leistungsportfolio von YIELD ist gewachsen – und damit unser Team. Wir sind allesamt Marketing- und Kommunikationsexperten, allerdings in unterschiedlichen Bereichen.
Wie sieht also der Alltag des anderen Teams aus? Wie schreibt man eine Pressemitteilung? Wie schneidet man ein Reel? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es? Mit genau diesen Fragestellungen haben wir bei YIELD im ersten Quartal unsere ersten Crosstrainings umgesetzt. Das Ziel dieses Formats besteht darin, das Wissen über die Arbeitsweisen und Routinen des jeweils anderen Teams nachhaltig auszubauen und somit die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu fördern.
Umsetzung
Ein Teammitglied wechselt für eine Woche in das jeweils andere Team
Die regulären Aufgaben werden im „Heimteam“ verteilt
Das Teammitglied ist vollständig in das Tagesgeschäft des Gastteams eingebunden, inklusive interner Abstimmungen und Kundencalls
Eine Woche mittendrin statt nur dabei, inklusive Arbeitsplatzwechsel
SOPHIE DOJACZEK (Junior Digital Marketing Consultant) im PR-Team
Wie hast du die Arbeitsweise im PR-Team erlebt?
Man muss sich sehr schnell in neue Themen einarbeiten und gleichzeitig ein gutes Gespür dafür entwickeln, welche Inhalte überhaupt medienrelevant sind. Es reicht nicht, dass ein Thema interessant ist, es muss auch für Journalist:innen passen und zum richtigen Zeitpunkt kommen.
Was hast du alles gemacht?
Ich habe Medien recherchiert, ein Interview begleitet, Pressemitteilungen geschrieben und überarbeitet, Reportings erstellt, Pitches formuliert und Einladungen vorbereitet.
Was war für dich neu?
Im Digitalbereich dreht sich vieles um Performance-Zahlen, Design, kreative Konzepte und Community-Building. In der PR habe ich vor allem gelernt, wie wichtig Netzwerk, Timing und das Gespür für die richtigen Themen sind.
Gab es auch Dinge, die dir bekannt vorkamen?
Ja, auch in der PR muss man Inhalte klar strukturieren, zielgruppengerecht formulieren und unter Zeitdruck liefern. Das hat mich an unsere Arbeit im Digitalbereich erinnert, auch wenn die Entscheidungsgrundlagen andere sind.
Was bleibt hängen?
Ich habe jetzt ein viel besseres Verständnis für die Arbeit des anderen Teams und kann besser einschätzen, wie viel Zeit hinter den einzelnen Maßnahmen steckt. Das macht die Zusammenarbeit in Zukunft definitiv leichter.
LENA MÖLLER (Junior PR Consultant) im Digital-Team
Was hast du dir aus der Woche im Digitalteam mitgenommen?
Wie viel Arbeit hinter einem scheinbar einfachen Reel steckt. Vom ersten Konzept über das Storyboard bis hin zur Umsetzung und dem finalen Schnitt ist es ein deutlich längerer und durchdachterer Prozess, als man von außen vermuten würde. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, Inhalte nicht nur kreativ, sondern auch strategisch zu denken, das heißt, immer die Zielgruppe und die mögliche Performance des Contents im Blick zu haben.
Was hat dich am meisten beschäftigt?
Ganz klar Content: Trends beobachten, Texte für verschiedene Plattformen schreiben und überlegen, welche Inhalte für welche Zielgruppe funktionieren.
Was war anders als im PR-Alltag?
Die Spezialisierung. Im Digital-Team hat jede:r seinen Fokus, sei es SEO/SEA, Influencer Relations, Website oder Content Creation. Dadurch laufen Projekte anders ab als bei uns im PR-Team, wo ein Consultant alles macht.
Wo sind dir Ähnlichkeiten aufgefallen?
Der Anspruch ist gleich. In beiden Teams geht es darum, gute Inhalte zu entwickeln und sie so zu platzieren, dass sie die größtmögliche Wirkung erzielen.
Dein Fazit?
Vor allem habe ich mitgenommen, wie messbar im Digitalbereich gearbeitet wird. Themen werden nicht nur entwickelt, sondern auch laufend anhand von Kennzahlen wie Reichweite, Klicks oder Engagement bewertet und optimiert. Im Vergleich dazu arbeitet man in der PR stärker entlang von Medienlogiken: Welche Themen sind für welche Medien relevant, wie werden sie aufbereitet und wie werden sie platziert? Für mich war es spannend zu sehen, wie sich diese beiden Ansätze ergänzen. Inhalte nicht nur gut zu erzählen, sondern sie auch datenbasiert weiterzuentwickeln.
Die nächsten stehen bereits in den Startlöchern
Das erste Crosstraining hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel wir noch voneinander lernen können. Denn auch wenn wir uns ein Büro teilen, ist unsere Arbeit oft sehr unterschiedlich. Bald schon tauschen die nächsten Mitarbeiter:innen für eine Woche die Rollen und gewinnen neue Eindrücke aus der PR und dem Marketing.
YIELD
Wir vereinen die unterschiedlichsten Backgrounds, wuchsen zwischen Kapstadt und Klagenfurt auf, prägten unsere Wege zwischen Dallas und Dornbirn. Wir sind wandelnde Filmlexika und Eishockey-Cracks, Sprachjongleure und Präzisionstechnikerinnen. Wir leben PR, Digital Marketing und Public Affairs. Wir sind YIELD.